Oder - Neiße Radweg / Polen

Niederschlesien

Niederschlesien bietet eine vielfältige Landschaft, interessante Städte und zahlreiche Möglichkeiten zum Aktivurlaub, wie Wandern, Radwandern, Winter- und Wassersport, Camping und Angeln. Mehrere Grenzübergänge ob nun in Zittau, Ostritz, Hagenwerder oder Görlitz sind Ausgangspunkt zur touristische Erkundung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten und zu einem Trip ins Iser- bzw. Riesengebirge. Aber auch historische und interessante Städte wie Zgorzelec (Görlitz), Luban (Lauban), Boleslawiec (Bunzlau) und Jelenia Gora (Hirschberg) sind eine Reise wert. Viele Lehrpfade, wie z.B. „Der Pfad der erloschenen Vulkane“ und der „Park und Basaltkegel auf dem Steinberg“ in Lauban, eine Stadt des Oberlausitzer Sechsstädtebundes, sind nur einige Beispiele, um sich an der reizvollen Landschaft zu erfreuen. Der Witka-Stausee und die Flüsse Bober und Kweis laden zum Segeln, Bootfahren und Angeln ein.

Niederlausitz

Die polnische Seite der Niederlausitz liegt in dem südlichen Teil der Wojewodschaft Lubuskie und erstreckt sich auf dem Gebiet von Gubin bis Bogatynia. Landschaftlich wurde sie von der Eiszeit geprägt und besitzt heute den dichtesten Waldbestand Polens. Die bedeutendsten Städte der Niederlausitz liegen in der unmittelbaren Nähe der Grenze. Die ungekrönte Hauptstadt der Niederlausitz ist die Stadt Zary, die durch ihre 1.000jährige Geschichte und wirtschaftliche Angebote sowohl Touristen als auch Investoren anzieht. Die nächstgelegenen Grenzübergänge befinden sich in Olszyna, Leknica, Przewoz, Zasieki und Gubin.

Lebuser Land

Viele Jahre war der Name „Lebuser Land“ aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Was sicher nicht zuletzt auch daran lag, dass dieses Gebiet ein ständiger „Zankapfel“ für die Herrscher der Epochen war. Die „Reformfreudigkeit“ der jeweils herrschenden politischen und staatlichen Mächte tat dann ein Übriges, um den Namen von den Landkarten verschwinden zu lassen. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts war nicht mehr vom ursprünglichen Lebuser Land die Rede. Es wurde in die „Neumark“ und das „Sternberger Land“ umbenannt. Das Land Lebus und die spätere Stadt Lebus haben ihren Namen vom hier siedelnden slawischen Stamm der Leubuzzi/Lebuser erhalten. Das Lebuser Land verfügt auf Grund seiner geografischen und geologischen Bedingungen sowie den klimatischen Verhältnissen über eine ausgezeichnete Flora und Fauna, die sich trotz erheblicher Eingriffe, bis in die heutige Zeit erhalten hat. Viele seltene, vom Aussterben bedrohte Arten haben hier ihr letztes Verbreitungsgebiet. Sie unterliegen in den zahlreichen Naturschutzgebieten einem besonderen Schutz.

Warthebruch

Die in der Zeit Friedrichs II. durchgeführten Meliorationsarbeiten an der Warthe erreichten nicht die Ausmaße wie die im Oderbruch, so dass sich heute hier eines der bedeutendsten natürlichen Überschwemmungsgebiete Mitteleuropas, der Nationalpark "Warthemündung", befindet. In diesem Vogelschutzgebiet leben etwa 250 Vogelarten, von denen 170 hier brüten. Im Spätherbst wird der Park zum Reich der nordischen Gänse. Während der Zugzeit halten sich hier riesige Vogelscharen, bis zu 200.000 Stück, auf. Zum Teil wird die Region von ihnen auch als wichtiges Winterquartier genutzt. Hier lebt die Natur in Harmonie mit der modernen Welt, war aber auch Zeugin der spannenden Geschichte dieser Region. Durch das militärisch geprägte Gebiet mit der Festung Küstrin an der Spitze zogen einst Züge der Ritterorden und dann die verwüstenden Truppen der mächtigsten Armeen Europas. Die Andenken der Vergangenheit, z. B. die Ruinen der Altstadt Küstrin, das KZ Sonnenburg, die Templerkapelle in Quartschen oder das Schlachtfeld bei Zorndorf sind bis heute zu sehen.

Unteres Odertal

Zur abwechslungsreichen Nacheislandschaft des Chojnaer Landes gehören Moränenhügel und das Odertal. Zahlreiche Seen und Wälder bereichern die Region. Im 14. Jahrhundert entstand der Begriff Neumark, welcher die Gebiete zwischen Oder, Warthe und Westpommern umfasst. Unter der Herrschaft des Markgrafen Johannes von Küstrin (1535-1571) wurde die Neumark ein selbstständiger Staat. In dieser Zeit bildete sich der Chojnaer Kreis aus. Der Radweg „Grüne Oder“, der parallel zur Oder auf polnischer Seite angelegt wurde, verläuft auf der hügeligen und abwechslungsreichen Landschaft von Kostrzyn bis Szczecin und ermöglicht dem Radler ein problemloses Hin und Her zu beiden Seiten der Oder.

Westpommern

Die Region Westpommern zählt zu den schönsten und touristisch attraktivsten Landstrichen Polens. Die 185 km lange Ostseeküste, mit ihren sauberen Sandstränden, ihren Kliffs und Dünen zählt zu den touristischen Hauptmagneten. Westpommern ist eine ideale Landschaft für alle, die aktive Erholung lieben. Zahlreiche Wander-, Rad- und Paddelstrecken sind ausgewiesen.

Stettiner Haff

Durch die Mischung von Salz- und Süßwasser ist das Haff ein besonderer Lebensraum für Flora und Fauna. So gibt es im Haff sowohl Süßwasserals auch Salzwasserfischarten. Das Salzgrünland, die Strände und Dünen rund um das Haff gehören zu den besonders für den Artenschutz wertvollen Gebieten. Die Vielfalt der Lebensräume, die geschützten Buchten, die Feuchtwiesen und ausgedehnten Schilfzonen sind für die Vogelwelt von großer Bedeutung. Unter anderem hat hier der Seeadler seinen Nahrungsraum, der mit mehreren Dutzend Paaren am Haff beheimatet ist. Zur Zeit des Vogelzuges im Herbst und Frühjahr finden sich hunderttausende Enten, Gänse, Schwäne und Kraniche ein, um im Delta der Oder zu rasten. Das Stettiner Haff und die gesamte Odermündung gehören zu den wertvollsten Flussmündungen Europas. Neben der Erholung für den Menschen bieten sie seltenen Pflanzen und Tieren Lebensraum.

Ostsee - Wolin

Wolin ist eine in Polen liegende Insel an der Ostsee vor dem Stettiner Haff bei Szczecin. Westlich wird sie von dem Fluss Swina, östlich von der Dziwna umgeben. Wegen seiner schönen Ostseestrände ist Wolin im Sommer ein beliebtes Ferienziel. Eine weitere Touristenattraktion ist der 1960 gegründete Woliner Nationalpark. Dieser umfasst derzeit eine Fläche von knapp 11.000 ha und verfügt über einen kleinen Wildpark nahe Miedzyzdroje. Dort gibt es u.a. einige Exemplare der beinahe ausgestorbenen Wisente zu sehen.

 

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Oder - Neiße Radweg

Wo früher die Welt scheinbar zu Ende war, offenbart sich heute dem Radwanderer ein Paradies. Von der Deichkrone schweift der Blick über weite Auen. Am Himmel ziehen die Greifvögel ihre Kreise, auf saftigen Wiesen staksen Störche hin und her. Und dies ist nur eines der vielen Bilder, die der Oder-Neiße-Radweg zu bieten hat.