Oder - Neiße Radweg / Deutschland

Zittauer Gebirge

Abschnitt: Zittau - Görlitz

Nach dem Grenzübertritt grüßt der ,,Naturpark Zittauer Gebirge" und die historische Stadt Zittau am Dreiländereck. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Städtischen Museen mit dem Großen Zittauer Fastentuch von 1472 und das Rathaus im Stil der italienischen Neorenaissance. Im romantischen Neißetal begleitet Sie die Neiße und führt zur Zisterzienserinnenabtei Kloster St. Marienthal bei Ostritz, die teilweise besichtigt werden kann. Vorbei am zur Zeit gefluteten Bertzdorfer See gelangt man in die Europastadt Görlitz/Zgorzelec.

Oberlausitz / Niederschlesien

Abschnitt: Görlitz - Bad Muskau

Die am 15. Längengrad gelegene Europastadt Görlitz/Zgorzelec besitzt eines der schönsten historischen Stadtzentren Deutschlands. Zu ihren ca.4.000 Baudenkmalen gehören das spätmittelalterliche Heilige Grab, ausgedehnte Gründerzeitviertel und ein prächtiges Jugendstilkaufhaus. Nördlich von Görlitz lockt am Weg in der Neißeaue bei Zentendorf die ,,Kulturinsel Einsiedel" mit einer riesigen Spiellandschaft und einem Park voller skurriler Holzskulpturen. Kurz bevor der Radwanderweg das Gebiet der Oberlausitz verlässt, lohnt ein Spaziergang im UNESCO - Welterbe ,,Fürst-Pückler-Park" der Kurstadt Bad Muskau.

Niederlausitz

Die Niederlausitz gilt als die sonnenreichste Region Brandenburgs. Abwechslungsreich gestalten die Flussauen von Spree und Neiße, Heidelandschaften, Seen und Waldgebiete die flache Landschaft. Hügel bis zu 180 Metern gibt es nur in der Calauer und der Buckschen Schweiz sowie in den Kmehlener Bergen. Neben der intakten Natur fällt sofort der Braunkohletagebau ins Auge, der die Landschaft mit Abbaugebieten und bereits rekultivierten Flächen wie dem Lausitzer Seenland, unübersehbar prägt. Die Eiszeit nacherleben kann man im Muskauer Faltenbogen, der europaweit einzigartige geologische Besonderheiten aufweist. Hier entsteht ein Geopark, der sich über Teile von Brandenburg, Sachsen und Polen erstreckt.

Oder-Spree-Seengebiet

Hinter der Oder-Neiße-Mündung haben Sie einen Blick auf die Klosterkirche Neuzelle. Entdecken Sie bei einem Abstecher nach Neuzelle die 1253 errichtete Klosterkirche, den barocken Klostergarten und die Klosterbrauerei. Der Oder-Neiße-Radweg führt Sie weiter nach Eisenhüttenstadt. Hier können Sie den Gegensatz zwischen historischem Ambiente im 750 Jahre alten Ortsteil Fürstenberg und der auf dem Reißbrett entstandenen Stahlstadt Eisenhüttenstadt erkunden. Störche, Kormorane und zahlreiche andere Tierarten begleiten Sie auf dem Weg in die Kleiststadt Frankfurt (Oder). Vielfältige deutsch/polnische Kulturangebote können Sie in der Doppelstadt Frankfurt – Slubice erleben.

Oderbruch

Das Oderbruch liegt heute vor uns als intensiv landwirtschaftlich genutzte Aufweitung des mittleren Odertales zwischen Neumärkischer Hochfläche und Barnimer sowie Lebuser Platte. Bis vor ca. 250 Jahren war das Oderbruch eine Flussauenlandschaft, die regelmäßig vom Strom überschwemmt wurde. Erst von 1747 bis 1753 wurde auf Veranlassung von Preußens König Friedrich II. die umfassende Trockenlegung des Oderbruches vorgenommen. Es ist kaum bekannt, dass hier „holländische“ hydrologische Verhältnisse zu finden sind, in dem die Oder im Bruch mit mittlerem Wasser höher liegt, als im Vergleich zu ihrem nordwestlichen Umland, also fast immer Wasser anfällt, welches genutzt oder beseitigt werden muss.

Nationalpark Unteres Odertal

Das untere Odertal ist die Flussniederung von 60 Kilometern Länge zwischen Hohensaaten im Süden und Szczecin (Stettin) im Norden. Die fast 10.000jährige Geschichte dieses Tals reicht bis in das Pommernstadium der Weichseleiszeit zurück. Das Schutzgebietssystem besteht aus dem Nationalpark Unteres Odertal (10.500 ha), dem Landschaftsschutzpark - Park Krajobrazowy Dolina Dolnej Odry (6.009 ha) und dem Cedynska Park Krajobrazowy (30.000 ha). Hier hat jede Jahreszeit ihre Reize. Während im Herbst in tiefen Nebel gehüllt die großen Gänse- und Kranichschwärme durch die Niederung ziehen, überwiegt in kalten Wintern die Stille unter den mit Reif bedeckten Weiden und der fast lautlose Eisgang auf der Oder. Das erwachende Frühjahr lockt wiederum lärmende Vogelschwärme in die Aue. Im Sommer beeindrucken viele Uferzonen der Altarme mit ihrer bezaubernden Blütenpracht der Sumpf- und Wasserpflanzen.

Vorpommern

Vorpommern ist eine Landschaft der stillen Reize, deren Schönheiten sich nur dem erschließt, der sich Zeit nimmt, sie zu entdecken. Alleen, verschwiegene Seen, Störche und die weiten Strände wecken längst vergessen geglaubte Kindheitserinnerungen. Alte Städte und Dörfer, wie Penkun, Löcknitz oder Rothenklempenow mit ihren Sehenswürdigkeiten laden zum Kennenlernen oder Wiederentdecken ein.

Stettiner Haff

Die Schönheit der Landschaft ist geprägt vom Küstengebiet des südlichen Haffs mit der Hafenstadt Ueckermünde und all den anderen Orten entlang der Küste, sowie dem ausgedehnten Waldgebiet der Ueckermünder Heide. Die ursprüngliche Natur und die Harmonie zwischen Wasser und Wald sind für Strandbesucher, Naturliebhaber, Rad- und Wanderfreunde gleichsam attraktiv. Anfang des 20. Jahrhunderts lag hier das Zentrum der Tonziegelindustrie. Über Uecker, Randow und Haff transportierten Lastkähne Ziegelsteine und Holz in die Großstadt Stettin und nach Swinemünde und von dort über die Ostsee. Heute herrscht ein reger Verkehr mit Ausflugsschiffen, die auf die polnische Haffseite nach Nowe Warpno und Swinoujscie fahren. Alle Schiffe transportieren auch Fahrräder.

Ostsee - Usedom

Usedom - Seebäder, eins schöner als das andere. Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin gelten noch immer als die „Kaiserbäder“. Bereits Ende des letzten Jahrhunderts eroberten Adel und Aristokratie das von Ostsee und Achterwasser umspülte Land. Binnen weniger Jahre avancierten stille Fischerdörfer zu exklusiven Vergnügungszentren. Seebad um Seebad erblühte. Das Eiland und seine Küste mit ihren feinsandigen Stränden wurde das, was es noch heute ist, die „Badewanne Berlins“. Auch das grüne, beschauliche Hinterland profitiert von der Anziehungskraft des Meeres. Ruhesuchende schätzen unter anderem die vielen Rad- und Wanderwege sowie die wohltuende Mischung aus salziger Seeluft und würzigem Waldklima.

Informationen zum Oder-Neiße-Radweg in:
  
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Oder - Neiße Radweg

Wo früher die Welt scheinbar zu Ende war, offenbart sich heute dem Radwanderer ein Paradies. Von der Deichkrone schweift der Blick über weite Auen. Am Himmel ziehen die Greifvögel ihre Kreise, auf saftigen Wiesen staksen Störche hin und her. Und dies ist nur eines der vielen Bilder, die der Oder-Neiße-Radweg zu bieten hat.